Schottland

Fàilte gu Alba – Welcome to Scotland

Schottland nimmt das nördliche Drittel der Landmasse der britischen Hauptinsel ein und mit Ausnahme der drei skandinavischen Länder Island, Norwegen und Schweden, sowie Finnland, Estland und Teile Russlands, liegt kein Land in Europa weiter im Norden als Schottland.

Zu Schottland, welches im Osten von der Nordsee und im Norden und Westen vom Nord-Atlantik begrenzt wird, gehören 790 Inseln, inklusive der Orkney Islands sowie Shetland Islands im Norden und den Äußeren Hebriden im Westen von Schottland.

Die einzige Landgrenze besteht im Süden zu England auf etwa 96 Kilometern Länge in nord-östlicher Ausrichtung.
Durch die Meerenge des Nordkanal getrennt liegt Irland nur 30 Kilometer im Westen entfernt und im Osten ist Norwegen mit 305 Kilometern Entfernung der nächste Nachbar.

Schottland lässt sich in etwa in drei verschiedene Landschaften unterteilen: Die Highlands and Islands, Central Lowlands und Southern Uplands.

Die Highlands and Islands liegen im Norden und Westen des Highland Boundary Fault (eine auf Karten und Satellitenbildern deutlich sichtbare Bodenverwerfung), der Schottland von der Insel Arran im Atlantik bis etwas südlich von Aberdeen an der Nordseeküste durchzieht und Schottland in Highlands und Lowlands unterteilt.
Dieser Teil Schottlands ist fast durchweg gebirgig und mit dem Berg Ben Nevis (1344 Meter ü.d.M.) bei Fort Williams befindet sich hier auch die höchste Erhebung Großbritanniens. Das Gebirge der Highlands ist mit zum Teil 3.000 Ma (1 Ma = 1 Million Jahre) eine der ältesten Gesteinsformationen der Welt, und wurde durch den Zusammenstoß zweier Kontinente vor etwa 440-410 Millionen Jahren geschaffen. Der Highland Boundary Fault zeigt noch heute die Nahtstelle dieser zwei Kontinente. Zu diesem Zeitpunkt waren die schottischen Highlands in etwa so hoch wie heutigen Alpen.
In der Tertiär-Periode, also vor etwa 65 bis 2.6 Millionen Jahren, verschoben sich die tektonischen Platten erneut und trennten sich in Nordamerika und Europa und dazwischen entstand der atlantische Ozean. Diese Trennung trat im Westen von Schottland auf und führte zu einer Reihe von Vulkanen, die heute als die Inseln der Hebriden bekannt sind. Seit dem kam es immer wieder zu kürzeren und längeren Eiszeiten, die das schottische Hochgebirge regelrecht abgeschliffen und die zahlreichen sanften Täler, Glens, und Seen, Lochs, geformt haben.

Die Highlands werden von Inverness im Norden durch die Seen Loch NessLoch Oich und Loch Lochy die den Great Glen Fault füllen, bis Fort William im Süden in die nord-westlichen Northern Highlands und in die süd-östlichen Grampian Highlands sichtbar in zwei Teile geteilt.

Die Central Lowlands befinden sich südlich des Highland Boundary Fault und liegen, wie der Name schon sagt, deutlich tiefer als die Highlands. In den Lowlands, das wie ein breiter Graben zwischen den Highlands und den Southern Uplands liegt, befinden sich eine Vielzahl an Bodenschätze, insbesondere Eisen und Kohle. Auch hier ist es in der Frühgeschichte immer wieder zu starkem Vulkanismus gekommen, was sich zum Beispiel an Arthur’s Seat oder Castle Rock, Überbleibsel zweier erloschener Vulkane inmitten des Stadtgebiets von Edinburgh, noch heute erkennen lässt. In den Central Lowlands liegt der Central Belt, das Gebiet zwischen Glasgow und Edingburgh, der auch gleichzeitig der bevölkerungsreichste Bereich von Schottland ist, in dem 7 der 10 größten Städte Schottlands liegen.

Südlich der Central Lowlands schließen sich die Southern Uplands an, die von den Lowlands durch eine zweite Verwerfung (Southern Uplands fault) geologisch getrennt sind. Die Uplands bestehen hautsächlich aus einem etwa 200 Kilomter breiten Hügelgürtel, der immer wieder von weiten Tälern unterbrochen wird. In den Southern Uplands befindet sich die höchstgelegene Ortschaft von Großbritannien, Wanlockhead, das 430m über dem Meeresspiegel liegt.