Städte

Edinburgh

Edinburgh, im Hintergrund Edinburgh Castle

Edinburgh ist mit ca. 490.000 Einwohner nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands und liegt an Schottlands Ostküste.
Seit 1437 ist Edinburgh [gesprochen: Edinborrow] die Hauptstadt von Schottland, das bis dahin von Perth aus regiert wurde und seit der Einberufung 1999 Sitz des schottischen Parlaments.
Entgegen der vor allem in Deutschland vorherrschenden Meinung bezieht sich der letzte Teil des Namens der Stadt zwar auf eine Festung, wird allerdings nicht “-burg” ausgesprochen. Wahrscheinlich ist, dass der Name von dem nachrömischen König Eidyn abgeleitet ist, der an dieser Stelle ein befestigtes Fort errichten ließ, da der Name der Festung in der britischen Sprache mit Din Eidyn bzw. im Gälischen Dùn Èideann (Eidyns Festung) angegeben wird. In Schottland bzw. England des Mittelalters ersetzte man dann das nicht mehr gebräuchliche Din/Dùn mit dem üblicheren Anhang -burgh, das im alt-englischen für ein Fort bzw. eine Festung steht.

Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Edinburgh Castle, der Palace of Holyroodhouse (die offizielle Residenz des britischen Königshauses in Schottland), die National Gallery of Scotland, die National Museums of Scotland, die Princes Street sowie die Royal Mile.
Die Royal Mile besteht aus den Straßen Canongate, High Street und Castlehill. Sie beginnt am Edinburgh Castle und führt über die ehemalige Highland Tolbooth Church, die St. Giles Cathedral, das People´s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus bis zum Palace of Holyroodhouse. Gegenüber dieses Palastes befindet sich der moderne Bau des schottischen Parlaments. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrätenmuster kleine, häufig extrem steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden.
In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Marktplätze, die für Ihre Pubs und Restaurants bekannt sind. Einer dieser Plätze ist Grassmarket, früher einer der wichtigsten Viehmärkte der Stadt, der ausserdem zu zweifelhaften Rum als Hinrichtungsstätte von Edinburgh gekommen ist. Einige dort ansässige Pubs haben sich diesen dunklen Umstand in Ihrem Namen zu eigen gemacht: The Last Drop (der letzte Tropfen) oder Maggie Dickson’s Pub (Maggie Dickson war eine verurteilte Mörderin, die laut Legende Ihre eigene Hängung auf dem Grassmarket überlebte).

Wer sich für die schottische Geschichte interessiert findet in Edinburgh eine Vielzahl an historischen Plätzen und Gebäuden, die teilweise bis in das 12. Jahrhundert zurück datieren, und die die bewegte Geschichte Schottlands wiederspiegeln. Ein Besuch von Edinburgh Castel ist hierzu besonders zu empfehlen.

Edinburgh ist überdies in den Sommermonaten Mittelpunkt einer ganzen Reihe internationaler Events. Besonders empfohlen seien Edinburgh Festival Fringe (Ein Festival mit Kleinkunst, Theater, Musik, Comedy, Strassenperformance etc.), das Edinburgh International Film Festival und das traditionelle Musikfestival Edinburgh Military Tattoo.

Wer einen Urlaub bzw. Aufenthalt in Schottland plant, sollte auf jeden Fall einen Abstecher nach Edinburgh mit einplanen.

 

Glasgow

Glasgow

Glasgow ist mit etwa 590.000 Einwohnern die größte Stadt Schottlands und die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs und liegt im Südwesten von Schottland am Fluss Clyde, der wenige Kilometer später in den Firth of Clyde und dann in den Atlantik mündet.
Bis zum Beginn des 19. Jahrhundert war Glasgow eine eher unbedeutende Stadt in der Geschichte Schottlands und Großbritanniens, mit der jedoch aufkommenden industriellen Revolution und der damit einhergehenden Produktion bzw. Verarbeitung von Kohle und Stahl, die aus örtlichen Abbaugebieten gefördert wurden, wuchs Glasgow zu einer der reichsten Städte der damaligen Welt. Wohlhabende Händler und Industrielle finanzierten spektakuläre Bauten, Parks, Museen und Bibliotheken. Fabriken wurden als wahre Prachtbauten errichtet, so zum Beispiel Templeton’s carpet factory (eine Teppichfabrik), die als Kopie des Dogenpalastes von Venedig gestaltet wurde.
Durch den Überfluss an Kohle und Eisen aus Lanarkshire wurde Glasgow eine Industriestadt, die den Beinamen „die zweite Stadt des Empire“ erhielt und auch die Baumwollindustrie und Textilherstellung florierte. Arbeiter aus Schottland, Irland und dem übrigen Europa zog es in die aufstrebende Stadt, bis diese auf über 1 Millionen Einwohner anschwoll. Durch diese Industrialisierung wurde dann auch die Grundlage für den in der ganzen Welt berühmten Schiffsbau von Glasgow geschaffen, der solch berühmte Ozeanriesen wie zum Beispiel die HMS Hood, die RMS Queen Mary, RMS Queen Elizabeth und die RMS Queen Elizabeth 2 hervorbrachte.

Nach dem Ersten Weltkrieg litt Glasgow am weltweiten Niedergang der Wirtschaft. Obwohl weiter Schiffe und Züge in Glasgow produziert wurden, machte billigere Arbeitskraft anderswo der Stadt Konkurrenz. Ab den 1960er Jahren ging es mit der Wirtschaft der Stadt steil bergab.

In den 1970er und 1980er Jahren wurden Stahlwerke, Kohleminen, Motorwerke und andere Schwerindustrie in und um Glasgow geschlossen, was zu Massenarbeitslosigkeit und Zerfall der Stadt führte. Trotz Schiffsneubauten wie der Queen Elizabeth 2 wurde eine Werft nach der anderen geschlossen. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch zwei Werften, die beide ausschließlich aus Rüstungsaufträgen der Regierung finanziert wurden. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es jedoch einen beschwerlichen Aufschwung – ein Finanzdistrikt wurde geschaffen, und die ehemaligen Fabrikgelände in den Vororten werden von der Unterhaltungsindustrie bezogen.

Anders als Edinburgh blieb Glasgow weitgehend von Adeligen verschont, so dass man hier keine Schlösser oder Burgen antrifft. Die Glasgow City Chamber mit ihrem prunkvollen Marmorinneren diente aber zumindest im Film schon als Palastkulisse, beispielsweise als russischer Zarenpalast. Die Stadt Glasgow unterhält eine Vielzahl von attraktiven Museen, deren Eintritt kostenlos ist. Auch Fotografieren ist überall erlaubt, muffige Museumsluft sucht man vergebens. So bieten sich viele dieser Museen auch für einen Kurzbesuch auf dem Weg an, anstatt in einen Kunstmarathon zu verfallen, bei dem kein Exponat verpasst werden darf. Besonders sehenswert sind die Gallery of Modern Art auf dem Royal Exchange Square. In der “GOMA” werden ausschließlich Kunstwerke noch lebender Künstler ausgestellt. Das Museum of Religious Life & Art in der Castle Street zeigt Kunstwerke und Artefakte von religiöser Bedeutung. Das Hunterian Museum und die zugehörige Art Gallery zeigt auf dem Gelände der University of Glasgow eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken. Das Kelvingrove Museum and Art Gallery im Kelvingrove Park ist eine ungewöhnliche Verbindung von naturhistorischem Museum, Gemäldegalerie und thematischen Wechselausstellungen. Das Museum of Transport weist eine umfangreiche Sammlung von Verkehrsmitteln auf. Erwartungsgemäß gibt es eine Vielzahl von Oldtimern, aber auch andere Exponate, wie z.B. U-Bahnwagen werden gezeigt und im Peoples Palace im Glasgow Green wird die Geschichte des einfachen Volkes in Glasgow dokumentiert.
Eher für jüngere Besucher eignet sich das Glasgow Science Centre, in dem wissenschaftlich-technische Zusammenhänge anschaulich demonstriert werden. Es liegt zusammen mit dem 3D-Kino IMAX und dem Glasgow Tower am River Clyde. Der Glasgow Tower ist das höchste frei drehbare Gebäude der Welt, leidet jedoch an der Glasgow-typischen Macke, das sein Fundament sprichwörtlich in den Sand gesetzt wurde und nun langsam versinkt.

Bei Nacht erwacht ein anderes Glasgow. Die Zahl der Restaurants, Pubs, Theater und Nachtclubs dürfte die meisten Besucher erschlagen. Aber für viele Glaswegians ist das Ausgehen zum Wochenende Hobby und Freizeitgestaltung Nummer Eins. Ein Abend, bestehend aus Theaterbesuch, Essen & Trinken und anschliessendem Nachtklub, dauert leicht von 17 bis 4 Uhr morgens und kann ein knappes Reisebudget erheblich belasten.
Für Kontinentaleuropäer etwas gewöhnungsbedürftig sind die relativ harten Grenzen: Um Punkt Mitternacht wird man wie überall in ganz Großbritannien aus den diversen Pubs gejagt und findet sich etwa eine halbe Stunde später in einem Nachtklub wieder zusammen. Dasselbe Spiel wiederholt sich um 3 Uhr nachts, wenn die Klubs schliessen und sich alle verkatert auf den Heimweg oder ins nächste Fish&Chips-Restaurant aufmachen.

 

Aberdeen

Aberdeen, im Vordergrund die Hafendocks

Aberdeen (gälisch: Obar Dheathain, „Mündung des Dee“) ist mit etwa 220.000 Einwohner Schottlands drittgrößte Stadt und liegt im Nordosten des Landes.
Typisch für das Stadtbild ist der silbergraue Granit aus den ehemals umliegenden Steinbrüchen. Wenn die Sonne scheint, beginnt der Glimmeranteil im Granit zu glitzern, weshalb Aberdeen auch gerne Silver City oder Granite City genannt wird. Aberdeen hat dank seiner vielen Blumenanlagen, Parks und öffentlichen Gärten 10 mal den Wettbewerb Britain in Bloom gewonnen und wird daher auch gelegentlich Flower City oder Flower of Scotland genannt.
Seit der Entdeckung von Öl in der Nordsee hat sich Aberdeen mehr und mehr zum europäischen Zentrum der Ölindustrie entwickelt, was der Stadt einen weiteren Beinamen eingebracht hat, Oil Capital of Europe.
Aberdeen liegt an den Mündungen der beiden Flüße aus den Highlands Dee und Don, ein Gebiet das nachweislich seit über 8.000 Jahren besiedelt wird.
Aberdeen ist eine relativ kleine Stadt, bedeutend kleiner als Edinburgh und Glasgow. Mit seinem Hafen und den Sandstränden hat Aberdeen eine deutlich andere Identität wie die restlichen schottischen Städte, insbesondere den beiden größten im Central Belt. Einige der ältesten Universitätgebäude in Europa sind in Aberdeen (King’s College wurde 1495 gegründet), und seine Einwohner wiesen in den vergangenen Jahrhunderten gerne mit Stolz darauf hin, dass Aberdeen genauso viele Universitäten hatte (Marischal und King’s), wie ganz England zusammen (Oxford und Camebridge). Nach der Entdeckung von Öl in der Nordsee dehnte sich die Stadt immer weiter aus und neue Vororte wurden geschaffen.
Aberdeen selbst bietet außer seinen vielen Park- und Gartenanlagen, dem langen Sandstrand und der Einkaufs- und Flaniermeile Union Street auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten und ist für eine Reise durch die Highlands ein idealer Ausgangspunkt.
Sehenswert ist die kopfsteingepflasterte Altstadt Old Aberdeen, dass knapp drei km nördlich am Ufer des Don liegt. Sie besaß bis zum 19. Jahrhundert eigenes Marktrecht. Heute ist das unter Denkmalschutz gestellte Viertel mit Gebäuden aus dem 1641 bevorzugter Treffpunkt der Studenten.
St. Machar’s Cathedral in der Chanonry entstand Mitte des 12. Jahrhunderts an der Stelle eines keltischen Kirchleins, das der hl. Machar im 6. Jahrhundert gegründet haben soll. Auffallend an dem 1440 von Bischof Leighton geweihten Granitbau sind die beiden Westtürme mit Sandsteinspitzen, 1518–1530 unter Bischof Dunbar angefertigt.
Das Maritime Museum, vom schottischen Tourismusverband mit 5 Sternen bewertet, ermöglicht einen ausergewönlichen Einblick auf die Entwicklung der Schiffen und der Ölplattformen, Aberdeens reiche maritime Geschichte und das Leben einiger Menschen, die in den letzten 500 Jahren auf See gelebt und gearbeitet haben.
Darüber hinaus lohnen sich auch Besuche der Aberdeen Art Gallery, in der mehrere hundert Ausstellungsstücke von Impressionisten, Modern Art und schottischen Koloristen gezeigt werden, und The Marischal Museum, eine Art Naturkunde-Museum, in der die 8.000 jährige Geschichte des schottischen Nordosten, als auch weltweite Exponate aus so unterschiedlichen Regionen wie dem Balkan und Tibet, zu sehen sind.

Insbesondere in Aberdeen bzw. im Nordosten von Schottland kann es für ausländische Touristen bisweilen zu Verständigungsproblemen kommen. Der schottische Dialekt ist generell nicht immer leicht zu verstehen, doch in der Gegend um Aberdeen herum ist der gesprochene Dialekt, Doric genannt und im Übrigen nicht verwandt mit dem Gälischen, nicht nur in der Aussprache vom Englischen in der Schriftform unterschiedlich, sondern es werden auch teilweise ganz andere Wörter, die es in der englischen Sprache so nicht gibt, benutzt. Dies führt dazu, dass selbst Engländer Ihre Schwierigkeiten haben, wenn der Gegenüber aus Aberdeen nicht willens ist, seine Sprache “anzupassen”. Sollte man allerdings höflich anmerken, dass man nicht ganz mitkommt, wird so gut wie jeder “Doric Speaker” seine Aussprache anpassen und verständlicheres Englisch sprechen.
Es besteht jedoch die gute Möglichkeit, dass Ihr den Dialekt zu hören bekommt, daher haben wir Euch hier einige der meist gebrauchten Wörter und Ihre Übersetzung aufgelistet:

  •  ”Fit like?” – Eine Begrüßung, gleichbedeutend mit “Wie geht’s?”.
  •  ”Nae bad yersel?” – Eine Antwort, “Nicht schlecht, und selbst?”.
  •  ”Fit?” – “Was?”.
  •  ”Fa?” – “Wer?”.
  •  ”Far?” – “Wo?”.
  •  ”Fan?“- “Wann?”.
  •  ”Aye” – “Ja”.
  •  ”Na‘” – “Nein”.
  •  ”Wee” – “Klein/Wenig”, allerdings ist dieses kleine Wort mittlerweile fast schon weltberühmt und wird von fast jedem verstanden, der Englisch als Muttersprache spricht (o.k. vielleicht mal abgesehen von den US-Amerikanern).
  •  ”Dinnae ken/Da ken” – “Weiß ich nicht/kenne ich nicht”.
  •  ”H’min” – “Entschuldigung?”.
  •  ”far aboot ye fae?” – “Woher kommst Du?”.
  •  ”ben eh hoose” – “Durchs Haus/Im anderen Zimmer”.
  •  ”gie” – “geben”.
  •  ”guy” – “sehr”.

 

Stirling

Stirling Castle

Stirling ist mit seiner Burg, Stirling Castle, eine der bedeutsamsten Städte in der Geschichte von Schottland und liegt an der Grenze zwischen den Lowlands und den Highlands am Fluß Forth nordwestlich von Edinburgh. Da es früher die einzige Verbindung in die Highlands war, nannte man die Stadt auch “Gateway to the Highlands“. Diese strategisch wichtige Stellung führte dazu, dass Stirling in der Geschichte Schottlands hart umkämpft war und das einige der wichtigsten Schlachten für die schottische Unabhängigkeit hier geschlagen wurden.
Stirling liegt am Fuß eines Hügels der schon seit der Römerzeit befestigt war und der das umliegende Land und die Furt über den Fluß, die erste bzw. letzte Furt bevor der Fluß das Meer ereicht, überblickt. Diese Furt wurde später mit einer Brücke, Stirling Bridge, ausgebaut um die Überquerung des Flußes noch einfacher zu machen, und die der Stadt weiteren Einfuß und Wohlstand brachte. Im 12. Jh. wurde Stirling durch König David I. der Status eines “royal burgh” (königlicher Burgbezirk) verliehen.
In seinen Unabhängigkeitsbestrebungen konnten die Schotten zwei historisch wichtige Siege gegen die Besatzungsmacht der Engländer bei Stirling erringen. 1297 siegte der noch heute glühend verehrte Freiheitsheld William Wallace mit einer den Engländer sowohl zahlenmäßig als auch ausrüstungsmäßig hoffnungslos unterlegenen  Armee in der Schlacht von Stirling Bridge. Und im Jahre 1314 errangen die Schotten unter Führung von Robert the Bruce einen noch vernichterenden Sieg bei der Schlacht am Bannockburn. Noch heute erinnert der Text der inoffizielle Nationalhymne Flower of Scotland, die vor allem bei internationalen Fußball- und Rugbyspielen gespielt wird, an diesen historischen Sieg, bei dem um ein Haar selbst der englische König Edward II. gefangen genommen wäre, was die Geschichte Großbritanniens grundlegend verändert hätte.
In der Nähe der Burg steht die Kirche “the Church of the Holy Rude“, die eines der wichtigsten historischen Gebäude der Stadt ist. Sie wurde 1129 gegründet und ist nach Stirling Castle das älteste Gebäude der Stadt. Sie wurde im 15. Jh. wiederaufgebaut, nachdem sie im Jahre 1405 durch ein Feuer in Stirling bis fast auf die Grundmauern  abgebrannt ist und sie ist die einzige Kirche in ganz Großbritannien nach Westminister Abbey, in der eine königliche Krönung stattgefunden hat. Am 29. Juli 1567 wurde hier der noch kindliche Sohn von Mary, Queen of Scots, als König James VI von Schottland gekrönt.
Die Befestigungsanlagen spielten auch weiteren Verlauf der Geschichte Schottlands eine zentrale Rolle, so zum Beispiel beim Aufstand der Jakobiter im 18. Jahrhundert. 1715 gelang es dem Earl of March nicht die Burg unter Kontrolle zu bringen und am 8. Januar 1746 nahm die Armee von Bonnie Prince Charlie zwar die Stadt ein, die Festungsanlage widerstand jedoch den Angriffen. Auf dem folgenden Rückzug sprengten sie die Kirche Church of Ninians, in der sie ihre Munition lagerten und nur der Turm blieb bestehen, der noch heute zu besichtigen ist.
In Stirling gibt es aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds viele Sehenswürdigkeiten, daher an dieser Stelle eine kurze Liste.
Stirling Castle liegt auf einem Hügel am Rand der Altstadt. Es ist eine der am besten erhaltenen Burgen in Schottland und bietet mehrere sehenswerte Gebäude.
Wallace Monument. Auf einem Berg, Stirling überschauend, findet man dieses Monument, welches William Wallace ehrt. Wallace führte die Schottischen Streitkräfte im Kampf um Stirling Bridge gegen die Engländer an und siegte, obwohl die Schotten weit in der Unterzahl waren. In dem Turm findet man Informationen zu dem Kampf, sein gewaltiges Schwert und Informationen zu anderen wichtigen Personen Schottlands. Von der Aussichtsplattform hat man eine hervorragende Sicht über Stirling bis hin zur Burg und der Umgebung.
Cambuskenneth Abbey. Ruine einer Abtei, von der nur noch der Glockenturm übrig geblieben ist. Die Grundmauern sind noch sichtbar und es gibt ein Grab von Margarete von Dänemark und James III.
Stirling Old Bridge. Ort der Schlacht der Schotten unter Führung von William Wallace gegen die Engländer. Schottland gewann, wodurch ein wichtiger Grundstein zur schottischen Unabhängigkeit gelegt wurde.
Church of the Holy Rude, am nördlichen Ende der St John Street. Eine schöne Kirche mit eindrucksvollen Fenstern.
Bannockburn. Das Schlachtfeld ist ein weiterer Ort an dem die Schotten 1314 eine wichtige Schlacht gegen die Engländer gewonnen haben. Im Bannockburn Heritage Centre findet man detaillierte Informationen zum Verlauf der Schlacht. Die Schotten wurden von Robert the Bruce, König von Schottland, angeführt (seine Statue steht unweit des Heritage Centres).
Argyll’s Lodging. Ein sehr gut erhaltendes Renaissance-Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert, erbaut vom ersten Earl of Stirling.

 

Inverness

Inverness

Inverness ist eine kleine Stadt mit 50.000 Einwohnern, die als als Hauptstadt der Highlands angesehen wird und am Nordende von Loch Ness gelegen ist. Sie eignet sich daher hervorragend als Ausgangspunkt für Reisen und Ausflüge an den wohl berühmtesten See Schottlands.
Die Stadt selbst wird vom Fluß Ness geteilt, der mit gerade mal 10 Kilometern Länge einer der kürzesten Flüße Europas ist.
Inverness war zur Zeit der Pikten eine wichtige Befestigungsanlage und wurde im Jahre 565 von Columban von Iona besucht, der nach heutiger Ansicht der Historiker den piktischen König Brude dort zum Christentum bekehrte.
In der Geschichte Schottlands tritt Inverness aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage häufig als Schauplatz von kleineren und größeren Scharmützeln und Schlachten auf. Immer wieder wurde Inverness zum Beispiel von den Einwohnern der Hebriden angegriffen. Im 11. Jhd regierte MacBeth auf Inverness Castle und König Duncan I. soll laut William Shakespeare  dort von seinem Cousin MacBeth umgebracht worden sein, wobei Shakespeare die Tötung in einen Mord auf der Burg umwandelt, obwohl es wohl eher in der Schlacht von Elgin im Jahre 1040 passierte.
Wenige Kilometer östlich liegt das Schlachtfeld von Culloden, wo 1746 die letzte Schlacht der Jakobiten gegen die britischen Regierungstruppen mit einer verheerenden Niederlage der Jakobiten endete.
Zu den sehenswerten Gebäuden zählen neben Inverness Castle, welches 1835 an der Stelle der mittelalterlichen Burg neu aufgebaut wurde und heute ein Gericht beherbergt, die Kathedrale zu St. Andrews, dem schottischen Schutzpatron, und die Old High Church, dessen Glockenturm aus dem Mittelalter stammt und somit das älteste erhaltene Gebäude in Inverness ist.