Veranstaltungen & Sport

Highland Games

ACHTUNG!
Jedes Jahr finden am zweiten Donnerstag im August die Ballater Highland Games statt, also dieses Jahr am 09.08.2012 und somit 2 Tage vor unserer Hochzeit und damit bietet sich eine tolle Gelegenheit einmal schottische Highland Games hautnah zu erleben.

Die Highland Games sind traditionelle Veranstaltungen mit sportlichen Wettkämpfen. Diese waren ursprünglich Bestandteil der Treffen (Gatherings) schottischer Clans in den schottischen Highlands.
Die Highland Games stammen aus der Zeit der keltischen Könige in Schottland. Sie wurden ausgetragen, um die stärksten und schnellsten Männer Schottlands zu finden, die dann oft für den König Leibwächter und Boten wurden.
In Schottland gibt es jährlich bis zu 100 Highland Games, die bekanntesten Spiele finden alljährlich Anfang September in Braemar, ca. 25 km von Ballater entfernt, statt. Diese stehen unter der Schirmherrschaft von Königin Elisabeth II., deren traditioneller Sommersitz das nahegelegene Balmoral Castle ist und die deshalb regelmäßig persönlich anwesend ist. Die Highland Games werden von traditioneller Musik, besonders dem Dudelsackspiel, und Tänzen begleitet und auch hierbei werden Wettkämpfe ausgetragen.
In ihrer ursprünglichen Form standen die sportlichen Wettkämpfe im absoluten Vordergrund und obwohl schon immer andere Aktivitäten, wie Musik und Tanz, die Spiele begleiteten, werden von vielen Schotten die Wettkämpfe als der Teil der Highland Games angesehen, um den es sich hauptsächlich dreht — kurz gesagt, die sortlichen Aktivitäten sind die Highland Games und alles andere dient nur der Unterhaltung.

Zu den standardmäßig ausgetragenen Wettkämpfen, genannt Heavy Events, zählen:

Caber Toss

Caber Toss:
Ein langer, astloser Baumstamm wird aufrecht auf den Boden gestellt und vom Wettkämpfer in die Höhe gehoben, der diesen dann am schmaleren Ende haltend vertikal balanciert. Danach läuft der Wettkämpfer geradeaus nach vorne und versucht den Stamm in der Art nach vorne zu werfen, dass der Stamm sich in der Luft einmal um seine Längsachse dreht und mit dem oberen, dickeren Ende den Boden zuerst berührt. Sollte dies erfolgreich gelungen sein, hat der Athlet einen erfolgreichen Caber Toss geschafft, auch “turned the caber” genannt. Gemessen wird allerdings nicht die Entfernung des Wurfes, sondern in wie weit der Wurf in Relation zum Laufweg exakt gerade war, also auf einer imaginären Uhr sollte das schmalere Ende, welches zu Beginn in den Händen gehalten wurde, genau auf einer 12 Uhr Position liegen geblieben sein. Abzüge gibt es für jede Abweichung von dieser Ideallinie, wobei es keinen Unterschied macht, ob nach rechts oder links.

 

Stone Put

Stone Put:
Dieser Wettkampf ist dem heutigen olympischen Kugelstoßen sehr ähnlich, allerdings wird keine Stahlkugel, sondern ein großer Stein, der in Größe und Gewicht variiert, verwendet. Darüber hinaus werden auch verschiedene Techniken verwendet, die sich vom moderenen Kugelstoßen unterscheiden.

 

 

 

 

 

Hammer Throw

Scottish Hammer Throw:
Auch dieser Wettkampf hat in der heutigen Leichtathletik mit dem Hammerwurf noch sein Pendant. Allerdings wird im Gegensatz zum moderenen Hammerwurf die Kugel nicht mittels einer Kette um den Kopf gewirbelt, sondern ist an einem  ca. 1,20 m langen Stab aus Holz befestigt. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Werfer mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen bleiben muss und sich nicht um die eigene Achse drehen darf.

 

Weight Throw

Weight Throw:
Hier wird ein Gewicht (ca. 12 kg bzw. 19 kg), an dem eine Haltevorrichtung angebracht ist, möglichst weit geworfen. So gut wie jede Technik ist erlaubt. Der weiteste Wurf gewinnt.

 

 

 

 

Weight Over The Bar

Weight Over The Bar:
Ein etwa 25,5 kg schweres Gewicht wird einhändig über eine Latte geworfen. Jeder Wettkämpfer hat pro Höhe drei Versuche, um sich für die nächste Höhe zu qualifizieren.

 

 

 

 

 

Sheaf Toss

Sheaf Toss:
Ein Bündel Stroh (The Sheaf), welches bis zu 9 kg wiegt und in einem Leinensack eingewickelt ist, wird vesucht mit Hilfe einer Art Mistgabel über eine festgelegte Höhe zu werfen. Der Ablauf des Wettkampfs ist wie beim Weight Over A Bar.

 

 

 

 

 

 

Maide Leisg

Maide Leisg (Schottisches Gaelisch für ‘Lazy Stick’ – fauler Stock):
Ein Kraftwettkampf, bei dem sich zwei Athleten mit den Fußsohlen aneinander gegenüber sitzen und zwischen sich über den Zehenspitzen quer einen Stab halten, mit dem sie gegenseitig versuchen den Anderen vom Boden zu ziehen.

 

 

 

The Royal Edinburgh Military Tattoo

Das Edinburgh Military Tattoo (von Englisch tattoo = Zapfenstreich) ist das größte Musikfestival Schottlands. Es findet seit 1950 jedes Jahr im August auf dem Platz direkt vor dem Edinburgh Castle (der so genannten Esplanade) in der schottischen Hauptstadt Edinburgh statt. Das Edinburgh Military Tattoo ist Teil des Edinburgh Festivals und trägt seit 2010 den von Königin Elisabeth II. verliehenen offiziellen Titel “The Royal Edinburgh Military Tattoo”. Dieses Jahr wird es vom 03.08. bis zum 25.08.2012 stattfinden.
Ursprünglich war das Edinburgh Military Tattoo ausschließlich der Militärmusik gewidmet. Heute verfügt es über ein stark erweitertes Programm. Neben dem immer noch dominierenden militärischen Teil werden seit einigen Jahren auch weitgehend zivile Tanz- und Gesangsdarbietungen gezeigt. Nach wie vor sind aber die meisten Auftretenden Angehörige der britischen Streitkräfte.

 

Edinburgh International Festival

Das Edinburgh International Festival ist eine Ansammlung verschiedener Festivals im August und September jeden Jahres in Edinburgh und findet 2012 vom 09.08. bis zum 02.09.2012 statt. Das Royal Edinburgh Military Tattoo ist ein Bestandteil dieses Festivals.

 

Golf

Der auch in Deutschland im populärer werdende Golfsport hat seine Wurzeln in Schottland.
Golf ist eine der wenigen Sportarten, die kein definiertes Standardspielfeld benötigen. Stattdessen wird Golf auf sogenannten Kursen, (engl. “Courses”) gespielt, jeder mit seinem eigenen Design, auch wenn ein typischer Golfkurs normalerweise aus entweder 9 oder 18 Löchern besteht. Golf wird im offiziellen Regelbuch als Sport beschrieben, bei dem “ein Ball mit einem Schläger (engl. “Club”) vom Abschlag (engl. “Tee” bzw. “Teeing Ground”) mit einem Schlag bzw. mehreren aufeinanderfolgenden Schlägen in ein Loch gespielt wird.”
Es wird allgemein angenommen, dass das moderne Golfspiel eine schottische Erfindung ist. Ein Sprecher des Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews, eine der ältesten schottischen Golforganisationen, sagte “Stock- und Ballspiele gibt es seit vielen Jahrhunderten, aber Golf wie wir es in unserer heutigen Form kennen, gespielt über 18 Löcher, kommt eindeutig aus Schottland.” Das Wort Golf, bzw. im schottischen “Gouf”, wird üblicherweise als eine schottische Ableitung des niederländischen Wortes “Colf oder Colve” angesehen, das selbst von dem deutschen Wort “Kolben” abgeleitet ist und Stock bzw. Schläger bedeutet.
Die erste Dokumentation von Golf in Schottland stammt aus einem Act of Scottish Parliament, datiert aus dem Jahre 1457. In diesem Erlass von King James II. of Scotland wird das spielen von “gowf” und Fussball verboten, da diese vom Training des militärischen Bogenschießens ablenken würden. Weitere Verbote wurden 1471 und 1491 erlassen, in denen Golf als “unprofitable sport”, also als nutzlose Sportarten beschrieben wird. Mary, Queen of Scots, wurde von Ihren politischen Feinden des Golfspielens bezichtigt, während Ihr zweiter Ehemann, Henry Stuart, Lord Darnley, 1567 ermordert worden sein soll.
Im Buch mit den Kosten-Abrechnungen des Anwalts Sir John Foulis of Ravelston findet sich die Aufzeichnung, dass dieser am 2. März 1672 auf den Musselburgh Links Golf gespielt hat, und so wird dies heute allgemein als Beweis akzeptiert, dass The Old Links, Muselburgh, der älteste spielbare Golfkurs der Welt ist.
Golf ist auch heute noch eine der Volkssportarten in Schottland und im Gegensatz zu dem elitären Charakter, der dem Spiel in Deutschland anhängt, wird es dort auch von allen Bevölkerungsschichten gespielt und fast jeder Ort in Schottland hat mindestens einen Golfplatz in der näheren Umgebung.

Auch im Raum von Ballater hat es natürlich mehrere Golfkurse, die interessierten Golfspielern offen stehen: